Hurtigruten-Hafen Hammerfest

Hammerfest liegt knapp 1.000 km nördlich des Polarkreises und ist damit die nördlichste Stadt der Welt. Ein Rundgang durch den fotogenen Hafen und natürlich der Besuch des weltberühmten Eisbärenclubs bietet sich während des Aufenthaltes an.

Nödlichste Stadt der Welt?

Hammerfest wird oft als die nördlichste Stadt der Welt bezeichnet. Spätestens seit Honningsvag im Jahr 1998 die Stadtrechte erhielt, hat Hammerfest diesen Titel aber eigentlich verloren. Allerdings hat man sich mit Honningsvag darauf geeinigt, dass Hammerfest weiter mit dem Titel werben darf. Die Diskussionen nehmen aber kein Ende, weil auch Städte wie Longyearbyen auf Spitzbergen oder Barrow in Alaska weiter nördlich liegen.
Gleich rechts direkt am Hurtigrutenkai hat der Eisbärenclub sein Domizil. Er wurde in den 1960er Jahren gegründet und hat inzwischen mehrere hunderttausend Mitglieder. Der Club wurde mit dem Ziel gegründet, ein Stadtmuseum zu finanzieren. Mit einer einmaligen Aufnahmegebühr kann man dem Club auf Lebenszeit beitreten und hat freien Eintritt ins Museum. Das kleine Museum zeigt Exponate aus der Geschichte der Stadt Hammerfest.
Hammerfest hat eine bewegte Geschichte hinter sich. Man hat in der Region zahlreiche Grabstätten aus der Steinzeit gefunden. Die Gegend war also trotz der sehr nördlichen Lage schon kurz nach dem Ende der Eiszeit besiedelt.
Hammerfest wurde nach dem nordischen Begriff für eine Anlegestelle benannt. Der erste Teil des Namens ist „hammer“ und beschreibt Felsen, die als Bootsanleger geeignet sind. Es geht auf das altnordische Wort Hamarr zurück, was so viel wie „steiler Berghang“ bedeutet. Der zweite Namenseil „fest“ geht auf das altnordische „festr“ zurück und bedeutet „festmachen“. Der Name wurde nicht grundlos gewählt, denn schon früh war der Ort Ausgangspunkt von Wal- und Robbenfängern.
Der Handel mit Russland bescherten der Stadt Wachstum und auch die Fischerei wurde immer wichtiger.
Während der napoleonischen Kriege plünderten Engländer die Stadt und zerstörten sie teilweise. Etwa 50 Jahre später zerstörte ein Sturm das Hafenviertel weitgehend und 1890 legte ein Brand das Hafenviertel in Schutt und Asche.
1940 wurde Hammerfest von deutschen Soldaten besetzt. Als vier Jahre später eine Eroberung des Ortes durch Russen absehbar, befahl Hitler die vollständige Vernichtung. Die Friedhofskapelle aus dem Jahr 1937 überstand als einziges Gebäude der Stadt die Vernichtung und ist deshalb heute das älteste Gebäude von Hammerfest.

Zentrum der Gasverflüssigung

Vom Aussichtspunkt am Ende des Zickzackweges ist die Insel Melköya zu sehen. Auf ihr hat ein internationales Konsortium die größte Erdgasverflüssigungsanlage Europas errichtet. Die Planung wurde von der deutschen Linde AG durchgeführt und der Bau erfolgte in Spanien. Dann wurde die ganze Anlage auf schwimmenden Plattformen nach Norwegen gebracht. Aus drei Erdgasfeldern vor der Küste wird Gas über Pipelines zur Anlage geleitet. Dort wird es verflüssigt und dann mit Tankschiffen nach Europa und in die USA transportiert.
Norwegen hat die Einnahmen aus Öl- und Gasfeldern schon seit Jahrzehnten in einen staatlichen Pensionsfonds investiert. Damit soll Vorsorge für die Zeit getroffen werden, wenn die norwegischen Öl- und Gasvorräte zu Ende gehen. Das Vermögen belief sich Ende 2020 auf über 1 Billion Euro.

Das aktuelle Wetter in Hammerfest

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