Hurtigruten-Hafen Kirkenes

Kirkenes war einst die wichtigste Eisenbergbaustadt Norwegens. Heute leben die Einwohner von diversen Dienstleistungen und der Fischerei. Die Nähe zur russischen Grenze dokumentiert das Grenzlandmuseum und auch das dem Künstler John Savio gewidmete Museum ist einen Besuch wert. Vom Aussichtspunkt Prestfjellet bietet sich ein schöner Rundblick über Stadt und Fjord. Kirkenes ist der nördliche Endpunkt der Hurtigrutenstrecke.

Landzung mit Kirche

Der ursprüngliche Name von Kirkenes war Piselvnes. Im Jahr 1862 wurde auf der Landspitze eine Kirche gebaut. Der norwegische Name für Kirche ist Kirke und so bedeutet „Kirkenes“ die Landzunge mit der Kirche. Kirkenes ist das Verwaltungszentrum der Gemeinde Sør-Varanger. Am 1. Januar 1999 erhielt der Ort die Stadtrechte.
Da der Kirkenes nur wenige Kilometer von der russischen Grenze entfernt liegt könnte man meinen, dass es die östlichste Stadt in Norwegen ist. Aber Vardø liegt auf einer Insel weiter östlich, als Kirkenes.
Heute leben rund 7.000 Menschen in Kirkenes. Neben der Fischerei spielt der Tourismus eine wichtige wirtschaftliche Rolle.

Bergbaustadt Kirkenes

Die Bergbaugeschichte von Kirkenes beginnt im frühen 20. Jahrhundert, als bedeutende Eisenerzvorkommen in der Region entdeckt wurden. 1906 wurde die Sydvaranger Bergwerksgesellschaft gegründet und begann mit der systematischen Erschließung dieser Ressourcen. Der Erzabbau entwickelte sich schnell zum Hauptwirtschaftszweig der Region. Während des Ersten Weltkrieges und in den Jahren danach erlebte der Bergbau in Kirkenes einen Boom, da die Nachfrage nach Eisenerz stark anstieg. Nach dem 2. Weltkrieg wurde das Bergwerk wieder aufgebaut und der Bergbau erneut aufgenommen. Die Produktion erreichte in den 1950er und 1960er Jahren ihren Höhepunkt. In den 1990er Jahren jedoch führten sinkende Erzpreise und wirtschaftliche Herausforderungen zum vorläufigen Ende des Erzabbaus. Die Sydvaranger Gruve musste letztlich 1996 schließen
Zwischen den Eisenerz-Minen außerhalb der Stadt und dem Hafen verkehrte früher eine Eisenbahn. Die Strecke wurde 1910 eröffnet, um Eisenerz von der Mine zum Hafen zu transportieren. Lange war sie die nördlichste Eisenbahnstrecke der Welt. Erst 2010, einhundert Jahre nach Ihrer Eröffnung, wurde eine weiter nördlich gelegene Strecke in Russland in Betrieb genommen.
Seit einigen Jahren gibt es Pläne, eine Bahnstrecke durch Finnland bis nach Kirkenes zu bauen. Sie wird von Norwegen und Finnland als wichtiges Infrastrukturprojekt gesehen. Durch den Klimawandel wird der Schiffahrtsweg nördlich von Sibirien zunehmend interessant. Diese Verbindung zwischen Asien und Europa ist 40% kürzer als der Weg durch den Suezkanal. Langfristig hätte der Tiefseehafen von Kirkenes mit einer Bahnanbindung nach Mitteleuropa ein gewaltiges Potential.

Das aktuelle Wetter in Kirkenes

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